2000-2005

2000: Die Jüdische Gemeinde Emmendingen erhielt durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport die Rechte einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verliehen.

2003: Ende Januar 2003 hat unsere bisherige Sozialhelferin ihr Studium an der Katholischen Fachhochschule beendet und arbeitet nunmehr als Diplom-Sozialarbeiterin in der Jüdischen Gemeinde Emmendingen. Soweit bekannt ist sie wohl die erste voll ausgebildete Dipl.-Sozialarbeiterin aus dem Kreise der jüdischen Kontingentflüchtlinge, die in Deutschland ein entsprechendes Studium absolviert hat.

Seit dem 15. Oktober 2003 ist die Israelitische Religionsgemeinschaft Baden (IRG) Eigentümerin des gesamten Gebäudekomplexes, in dem sich bisher die “provisorische” Synagoge befand. Die IRG hat der Jüdischen Gemeinde Emmendingen die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, sodaß nunmehr neben den bislang genutzen Räumen auch ein Unterrichtsraum und ein Jugendzentrum eingerichtet werden soll.

2004: Im März erfolgten Vorstandswahlen: gewählt wurden:
Frau Ute Teschemacher, 1. Vorsitzende
Frau Bettina Freitag und Herr Jurij Marjanowski als Stellvertreter.
Ute Teschemacher und Jurij Marjanowski vertreten die Jüdische Gemeinde Emmendingen im Oberrat der Israeliten Badens. Die Wahlperiode beträgt drei Jahre.

Im Frühjahr beginnt der Ausbau des Dachgeschosses und die Außenrenovierung des Gemeindezentrums.

Dreaharbeiten Juli 2004 Film Ausgerechnet Deutschland - Jüdische Immigration nach Emmendingen
Dreaharbeiten Juli 2004 Film Ausgerechnet Deutschland – Jüdische Immigration nach Emmendingen

Seit Juni 2004 dreht der Filmemacher Torsten Wenk für den Südwestfunk und der Landesfilmhochschule in Ludwigsburg einen Dokumentarfilm über die Jüdische Gemeinde Emmendingen. In unregelmäßigen Abständen kommt das Drehteam und begleitet jüdische Emigranten in ihrem ganz normalen Alltag in Emmendingen. Insgesamt werden über die Monate hinaus ca. 40 Stunden Filmmaterial gedreht, die dann auf 90 Minuten zusammen geschnitten werden müssen.

Drei unserer Gymnasialschüler und Schülerinnen beenden mit dem Abitur ihre Schullaufbahn und beginnen im Herbst mit dem Studium.

Der Südwestfunk dreht in der Dokumentationsreihe: „Landeschau unterwegs“ den Film „Jüdisches Leben heute“, der auch u.a. in der Jüdischen Gemeinde Emmendingen gedreht wurde.

Im Dezember wird unsere Vorsitzende in den Vorstand des Oberrats der Israeliten Badens gewählt.

 

Einweihung des Gemeindesaals am 12.02.2005
Einweihung des Gemeindesaals am 12.02.2005

2005:Am 12. Februar wird mit einem Festakt der neue Gemeindesaal anlässlich des 10jährigen Bestehens der Jüdischen Gemeinde Emmendingen eingeweiht, abends feiert die Gemeinde mit einem großen Ball in der Emmendinger Steinhalle.

Im März wird der Film „Ausgerechnet Deutschland – Jüdische Immigration nach Emmendingen“ als Erstaufführung der Bevölkerung in der Steinhalle vorgeführt, eine Woche später wird der 86 Minuten lange Film im SWR ausgestrahlt. (ein paar DVD dieses Films sind noch in der Jüdischen Gemeinde erhältlich).

Wenige Wochen später erfolgt die Sendung des SWR-Films: „Jüdisches Leben heute“.

Im Sommer beendet eine weitere Schülerin das Gymnasium mit dem Abitur.

Der Zuzug jüdischer Emigranten stagniert auf Grund des neuen Zuwanderungs-Gesetzes. Wann und zu welchem Zeitpunkt eine weitere Zuwanderung von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion möglich ist, ist ungewiss. Lediglich einige wenige Familienangehörige kommen nach Emmendingen.

 

Bundespräsident Horst Köhler würdigt Klaus Teschemacher
Bundespräsident Horst Köhler würdigt Klaus Teschemacher

Am 14. Dezember wird der Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Emmendingen, Klaus Teschemacher, in Berlin von Bundespräsident Prof. Horst Köhler für seinen Einsatz für die Wohlfahrtspflege geehrt.

 

Benennung des Gemeindehauses in Simon-Veit-Haus
Benennung des Gemeindehauses in Simon-Veit-Haus

Leave a Reply